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am 16. Mai

Sicherer Verkehr ist nicht verkehrt

Martin Renoldner - Statzing und Abwinden brauchen bessere Lösungen

Kreuzung Starzing
Kreuzung Starzing
Statzing 30er

Statzing ist geplagt von Verkehrsproblemen. Eine vielbefahrene Landesstraße trennt die Ortschaft. Beim Kindergarten soll jetzt immerhin ein Fahrbahnteiler kommen – für einen Schutzweg ist die Zahl der Querenden trotz zweier neuer Kindergartengruppen zu niedrig. Um gefahrlos queren zu können, sollten Kinder und Eltern wohl den ganzen Tag die Fahrbahnseiten wechseln.

Nicht nur über den Schulweg machen sich Luftenbergerinnen und Luftenberger Sorgen. Die 30er-Zone in der zur „Rennstrecke“ ausgebauten Statzinger Straße wird mehr oder weniger laufend ignoriert. Dies ist umso gefährlicher, als beidseits die von der Landesstraße kommenden Gehsteige im Nichts enden. Gehsteig im Luftenberger Zentrum ? – Fehlanzeige! Dabei wäre Platz genug. Hier kam es letztes Jahr zu einem Unfall mit einem Verletzten.​

Forum Luftenberg
Forum Luftenberg
Forum Luftenberg

​Geklagt wird auch über Schulkinder, die Gehsteig und Schutzweg ignorieren. Über Eltern, die glauben, ihre Kinder schier bis ins Klassenzimmer führen zu müssen. Über Gefährdung durch Bushaltestellen, Gemeindefahrzeuge, unübersichtliches Abbiegen, schlechte Querungsmöglichkeiten, usw.

Das Hin- und Herschieben der Verantwortung zwischen Gemeinde, BH, Lehrkörper, Schulkindern und Eltern bringt uns jedoch einer Lösung genauso wenig näher wie ein kurzes „Geht nicht“ zu jedem Vorschlag. Hier gibt es sicher keine einfachen Lösungen.

Die Verkehrssicherheit in Abwinden ist seit Jahrzehnten angeregtes Thema bei den Ortsteilgesprächen der SPÖ. Das  Nichteinhalten des 30ers ist auch hier ein Hauptproblem. Bei der Einmündung des Radweges beim Trafo Treff erkennen sich Rad- und Auto Fahrende erst in letzter Sekunde. Rücksichtslosigkeiten von Auto- und Radfahrenden sowie zunehmender Durchzugsverkehr, etwa von den zahlreichen neuen St.Georgener Wohnblocks, sorgen ebenfalls für häufige Beschwerden.​

Abwinden Trafotreff
Abwinden Radweg
Abwinden

Immer wieder werden auch Verkehrserleichterungen wie Verzögerungs- und Linksabbiegespur zur B3 verlangt. Mit Recht wurden diese bislang verweigert, da ja jede Erleichterung noch mehr Durchzugsverkehr anziehe und damit die Problemlage verschärfen würde. Es muss uns klar sein, dass das Motto „Freie Fahrt für mich – Fahrverbot für die anderen“ nicht durchgesetzt werden kann.

Auf Verlangen von Menschen aus Abwinden wurde vor Monaten eine Verkehrszählung mit Geschwindigkeitsmesung veranlasst. Das Ergebnis ruht sanft in einer Schublade. Auf Nachfrage heißt es, die Zahlen seien nicht besorgniserregend, 85% des Verkehrs überschreiten das Tempo nicht mehr als tolerierbar. Also weiterhin nichts tun? Das kann es nicht sein! Bei genauerem Studium der Messungen zeigt sich etwa, dass ein Fahrzeug mit sage und schreibe 100 km/h durch die 30er Zone gerast ist. Ich finde, eine 30er-Zone, in der man 100 Sachen fetzen kann, verdient ihren Namen nicht. Ich kenne selbst vorbildliche Beispiele aus Dänemark und anderswo, wie man dem Herr werden kann, und habe sie auch wiederholt angesprochen.

Auf mein Betreiben wird sich nun endlich der Verkehrsausschuss gemeinsam mit ExpertInnen zusammensetzen, um ein gesamtes Verkehrssicherheitskonzept für Statzing und Abwinden zu erarbeiten, anstatt immer wieder Details zu verändern. Ich werde mich dafür einsetzen, dass dies transparent und unter Einbeziehung der betroffenen Menschen aus Luftenberg erfolgt.​

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