Bezirkegruene.at
Navigation:
am 17. Oktober

Die Suche nach dem/der Fahrradbeauftragen!

Christian Schmidinger - In dieser sowie anderen Ausgaben unseres Informationsblattes, haben wir die Suche nach einem/einer Fahrradbeauftragten für St. Georgen an der Gusen abgedruckt.

Fahrradbeauftragt gesucht

Warum ist es nun aber so schwierig jemanden zu finden? Nun einige mögliche Erklärungen hierzu habe ich mittlerweile von InteressentInnen zu diesem Thema erhalten. In dieser sowie folgenden Ausgaben werde ich Sie an diesem Informationsaustausch teilhaben lassen – man darf gespannt sein. Die nachfolgenden Feststellungen stammen übrigens nicht ursächlich von mir.

Radfahrer sind Grün, zumindest die Spinner (Anm.: Bezeichnung „Spinner“ stammt von einem „Berufsradfahrer“), die fast täglich damit unterwegs sind.
Viele haben genau dieses Parteidenken, diese Vorurteile einfach satt. Zudem ist das Radfahren in der Bevölkerung noch nicht angekommen und die Politik tut auch das Ihre, damit das so bleibt.
Denn womit verdient denn die Wirtschaft? Mit dem Auto, ja genau.
Dabei ist es gar nicht so sehr der Staat, der damit Geld verdient. Denn der Verkehrsklub Österreich hat in einer Gesamtbetrachtung festgestellt, dass die direkten Einnahmen die Kosten bei weitem nicht decken. In einer weitreichenderen Betrachtung jedoch, ist das Auto ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und die „Minimaßnahmen“ für den Radverkehr können diesen Kreislauf auch nicht durchbrechen. Denn stellen Sie sich vor, der Radverkehr wäre eine echte Konkurrenz zum Auto? Was das wirtschaftlich bedeuten würde kann man erahnen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass es die Politik nicht wirklich ernst meint mit dem Radverkehr.

So hat zum Beispiel die Plattform „Radkompetenz Österreich“ ermittelt, dass pro EinwohnerIn jährlich 30 Euro notwendig wären, damit es zu einer signifikanten Änderung in Richtung Radverkehr kommt. Für St. Georgen würde das zum Beispiel Ausgaben in der Höhe von jährlich 120.000 Euro bedeuten!

Nun könnte man sagen, dass sich ja nie etwas ändert, wenn man nicht damit anfängt. Grundsätzlich richtig, aber seit 15 Jahren schädigt sich der Autoverkehr durch endlose Staus und fehlende Parkflächen selbst und es ist politisch nichts passiert, um dem entgegenzuwirken. Die einzige Idee ist es, Straßen mit noch mehr Kapazität zu bauen. Platz für Straßen war genug da und wenn es sein musste gegen den Widerstand der Menschen. Dieses Verhalten nun mit Mini-Schritten durchbrechen zu wollen kann nicht funktionieren, schon alleine aus finanzieller Sicht. Daher ist bis jetzt auch niemand gewillt, sich diesem aussichtslosen Unterfangen zu stellen. Lippenbekenntnisse, das ist alles was man bekommt, aber keine Substanz.

Abschließend noch eine Zahl zum Nachrechnen:
Herr und Frau Österreicher verdienten 2016 durchschnittlich 1.974 EUR netto. Wenn man nun annimmt, dass der Weg in die Arbeit pro Strecke 15 km beträgt und man Kosten von 40 Cent pro km veranschlagt, so arbeiten Herr und Frau Österreicher täglich 1 Stunde nur für das Auto.

In unserer nächsten Ausgabe geht es weiter. Mit einem konkreten Vorschlag, was man in St. Georgen machen könnte und anderen positiven Beispielen andernorts. Aber auch mit Kritik und einer total unverständlichen baulichen Umsetzung.​

Fahrradbeauftragte/r noch immer gesucht!

​Wir sind noch immer auf der Suche nach einem/einer Fahrradbeauftragten für St. Georgen an der Gusen! Es gibt untern den AlltagsradlerInnen viele, die sich täglich über die Bedingungen ärgern, unter denen RadfahrerInnen am Verkehr teilnehmen müssen. Ganz zu schweigen von den vielen Hindernissen, mit denen sie leben müssen. Also: Hier gibt es eine Möglichkeit die Dinge an der Wurzel anzugehen! Bitte nutzen!
PS: Der/die Radfahrbeauftragte würde auf Wunsch Infos und Unterstützung von der Radlobby Oberösterreich erhalten! InteressentInnen melden sich bei: Christian Schmidinger 0 699/11 19 40 46​

Jetzt spenden!