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am 19. Juni

Vorschläge für E-Tankstellen in Mauthausen

Stefan Pilgerstorfer - In den 80ern war die benzinbetriebene Mobilität auf vier Rädern das Non-Plus-Ultra der modernen Fortbewegung. Ein PKW pro Familie entwickelte sich zum leistbaren Standard.

Gut 30 Jahre später verfügt ein Haushalt über beinahe so viele PKWs, wie Erwachsene darin leben. Die meisten unserer täglichen Wege legen wir mit dem Auto zurück. Frei, unabhängig, individuell….
… und im Stau, der gehört inzwischen zum Alltag und verbraucht wertvolle Lebenszeit. Durch den hohen Motorisierungsgrad belasten wir die Umwelt, in der wir leben, mit Feinstaub, Stickoxiden und Treibhausgasen. Damit einher gehen Atemwegserkrankungen, Umweltzerstörung und Erderwärmung, mit schwerwiegenden Folgen für die nachfolgenden Generationen.

Vermeintliche Lösungsansätze für das beschriebene Dilemma lernt man heute schon in der Grundschule.

Mehr Wege zu Fuß, fahr nicht fort - kauf im Ort, mehr Öffis nutzen, die neue E-Rad-Lobby, usw.
Ein Mosaikstein auf dem Weg zu einer umweltverträglicheren Fortbewegung ist die E-Mobilität.

In den vergangenen Jahren widmet sich die Autoindustrie vermehrt dem Ansatz herkömmliche Verbrennungsmotoren durch E-Motoren zu ersetzen. Die Modellvielfalt steigt, die Reichweite der Batterien ebenfalls. Den Umstieg von diesel- oder benzinbetriebenen PKWs auf E-Autos wagen aber nur wenige, und dies, obwohl auch die entsprechenden Fachinstitute dem Elektroauto einen deutlichen Vorsprung in Bezug auf Umweltverträglichkeit zusprechen. Für Österreich richtungsweisend ist das Umweltbundesamt, das im öffentlichen Auftrag regelmäßig fundierte wissenschaftliche Untersuchungen durchführt. So veröffentlicht das Umweltbundesamt im Juni 2016 einen Ökobilanzvergleich von alternativen und herkömmlichen PKW-Antrieben.

Das eindeutige Ergebnis:Elektrofahrzeuge haben im Umweltbundesamt-Vergleich die Nase vorn. Sie bieten im Vergleich zu Diesel-, Benzin- und Hybrid-Fahrzeugen derzeit die besten Chancen, Energieverbrauch und Luftschadstoffemissionen im Straßenverkehr nachhaltig zu reduzieren und eine kohlendioxid-arme individuelle Mobilität zu erreichen. Darüber hinaus kann diese Technologie die Lärmbelastung bei niedrigen Geschwindigkeiten, insbesondere in der Stadt, deutlich verringern. Ab ca. 35 km/h entsteht Lärm vor allem durch das Abrollgeräusch der Reifen – und ist damit unabhängig von der Antriebsart.“ (aus: Presseaussendung Umweltbundesamt 23.6.2016, https://tinyurl.com/REP572​)

Bereits vier Jahre zuvor im Jahre 2012 erarbeiteten österreichweit 200 Expertinnen und Experten auf Wunsch der damaligen Umwelt-, Verkehrs- und Wirtschaftsministerien einen Umsetzungsplan für Elektromobilität.(https://tinyurl.com/emobilMH​)
Neben den positiven Umwelteffekten, wird darin insbesondere das wirtschaftliche Potential für Österreich betrachtet.
Als Schlüsselrolle für den Elektromobiltäts-Umsetzungsplan wird eine bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur definiert.

In diesem Punkt haben wir auch in unserer Heimatgemeinde Mauthausen Aufholbedarf.

Die Suche auf e-tankstellen-finder.com​ führt uns zur einzigen E-Tankstelle im Ort beim Eurospar in Albern.
E-Tankstellen sind heute mit einem vergleichbar geringen technischen und finanziellen Aufwand herstellbar. So bietet z.B. die Firma Schrack E-Ladestationen für private oder öffentliche Nutzung als technisch ausgereiftes Industrieprodukt zu Preisen von 3.000 - 10.000,- an. Deutlich teurer sind allerdings Schnellladestationen mit 40.000,- € aufwärts.​

E-Tankstelle Seniorium
Seniorium Mauthausen Garage für „Essen auf Räder“



Täglich führt das ehrenamtliche Rot-Kreuz-Personal viele PKW-Fahrten im Ortsgebiet in der Mittagszeit durch.
Die Art der Nutzung (kurze Strecken, lange Stehzeiten) ist optimal für Elektroautos. Eine Standard-E-Ladestation zu günstigem Preis, kombiniert mit Photovoltaikmodulen am Dach des Senioriums, kann mit geringem Aufwand hergestellt werden.​

Bahnhof Mauthausen
Bahnhof Mauthausen neuer Pendlerparkplatz



Der in Kürze zu errichtende neue Pendlerparkplatz in Mauthausen sollte unbedingt über mehrere öffentliche E-Ladestationen verfügen.
Die Kombination mit Photovoltaikmodulen auf überdachten Fahrradabstellplätzen stellt eine optimale Umweltbilanz sicher.​

Bauhof Mauthausen
Bauhof Mauthausen Gemeindefahrzeuge



Die fleißigen Mitarbeiter des Bauhofs sind auf entsprechende Funktionsfahrzeuge angewiesen, um ihre täglichen Einsätze im Ortsgebiet zu bewerkstelligen. Auch hier bietet sich der Umstieg auf Elektrofahrzeuge unbedingt an. Wiederum ergänzen sich „kurze Wege“ mit „Zeit zum Aufladen über Nacht“. Der grüne Strom dazu kann mittels Photovoltaikanlage am Bauhof-Dach erzeugt werden.

Link zu „Leitfaden E-Mobilität am Bauhof“: https://tinyurl.com/emobilbau​

NMS Mauthausen
Neue Mittelschule Lehrpersonal



Was wäre, wenn die Lehrerinnen und Lehrer der neuen Mittelschule mit Elektroautos zum Unterricht fahren würden.
Eine tolle Vorbildwirkung! Das wäre förderungswürdig. Die Photovoltaikanlage für den emissionsneutralen Treibstoff ist sogar schon vorhanden.
Es fehlen nur zwei bis drei Standard-E-Ladestationen.​

Heindlkai Mauthausen
Heindlkai Untermarkt Öffentliche Ladestelle



Dort wo man sich zum Verweilen, Genießen, Schlendern oder Besichtigen trifft – im Ortskern. Hier sollte auch eine E-Ladestation nicht fehlen. Für Gäste oder Freunde, für Heimische oder „Zuagroaste“.


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