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am 1. Oktober

Regenwasser kann mehr

Rainer Gradl - Der heurige Sommer hat uns wieder gezeigt, wie wichtig sinnvoller Umgang mit unserem kostbaren Nass ist, wenn die Niederschläge lange Zeit ausbleiben und sich dann heftig in großer Menge ergießen.

Regenwasser

Österreich ist bekanntlich Europameister in der Bodenversiegelung. Die Versickerung passiert nicht mehr vor Ort, das wertvolle Nass wird über Dächer, Kanäle, Kläranlagen und Flüsse aus dem Land getragen.
Regenwassernutzung aus ökologischer Sicht
Regenwasser wird im optimalen Fall für die Gartenbewässerung herangezogen und kann so vor Ort „versickert“ werden. Der Überschuss, den die Pflanze nicht braucht, steht nach der Bodenfiltration wieder als wertvolles Grundwasser zur Verfügung. Jeder Liter Regenwasser, der verwendet wird, muss nicht aus dem Grundwasserkörper entnommen werden. In der Waschmaschine kann man durch die geringe Wasserhärte auf einen Teil der Waschmittel und auf den Weichspüler verzichten, in der WC Anlage entsteht keine Kalkablagerung und somit erspart man sich die umweltgiftigen Reinigungsmittel.

Regenwassernutzung aus ökonomischer Sicht


Für das Regenwasser im Haus muss man nicht bezahlen und man braucht kein Reinigungsmittel. Für das Regenwasser im Garten entfallen auch die Abwasserkosten. Es wird sich daher diese Anschaffung in einigen Jahren rechnen. Würde jeder Haushalt das Regenwasser nutzen, könnten 40-50% Trinkwasser eingespart werden. Viele Investitionen der Kommunen für die Trinkwasserversorgung wären nicht notwendig.

Persönliche Erfahrungen


Ich habe beim Hausbau einen Regentank mit 6500l einbauen lassen und seit 9 Jahren in Betrieb. Das WC wird wenn möglich ausschließlich mit Regenwasser betrieben, die Wäsche dann, wenn die Qualität des Wassers in Ordnung ist. Im Haus habe ich in 9 Jahren ca. 40% Regenwasser und 60% Trinkwasser verbraucht, im Garten fast ausschließlich Regenwasser. Ich gebe zu, dass bei langen Trockenperioden wie heuer der Tank schnell geleert ist. Ein eigener Brunnen wird mich in Zukunft über diese Trockenperioden bringen.

Unser grünes Anliegen


In vielen Gemeinden werden Regenwassernutzungen gefördert. Abwassergebühren fallen nur für das Wasser, das im Haus verwendet wird, an. Dieses Fördermodell streben wir auch in Schwertberg an. Aus unserer Sicht sollte die Gemeinde Schwertberg mit gutem Beispiel vorangehen und beim Neubau des Bauhofes einen Regenwassertank einbauen, um nachhaltig die öffentlichen Flächen gießen zu können.​

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