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am 25. September

Natur erleben - Abenteuer im Wald

Martina Eigner - Wie lange noch?

Kife 2018

Seit Jahren darf ich mit Katsdorfer Kindern im Rahmen der Kinderferienaktion der Gemeinde ein paar Stunden im Wald verbringen. Jeweils begleitet von der Freizeitpädagogin Vojka Vezmar-Gutenbrunner.

Jedes Jahr sind die Kinder begeistert. Manche gehen öfter mit, manchmal sind Geschwisterpaare dabei, manche sind laut und wild, andere sanft und schüchtern. Gemeinsam erforschen wir den Wald, überlegen uns, wie wir uns richtig verhalten können, oder auch, was im Wald nicht so passt. Erforscht werden Tiere und Pflanzen. Ganz besondere Anziehungskraft hat aber immer der Bach. Wir finden dort manchmal Frösche und Krebse. Ganz sanft werden diese beobachtet, mit der Lupe betrachtet. Spannend ist es für die Kinder auch, dem Bachlauf zu folgen. Die Biegungen und Windungen abzugehen, von Stein zu Stein zu hüpfen und den tiefen Stellen auszuweichen, was nicht immer gelingt. Oft rinnt das Wasser von oben in die Gummistiefel rein, sammelt sich dort und macht dann für die Kinder ganz tolle Geräusche, wenn sie laufen.

Der Wald ändert sich von Jahr zu Jahr ganz langsam. Die Bäume werden größer,  das Unterholz wird lichter. Die Brombeerranken werden länger.

Aber die Kinder merken auch die Unterschiede, die rasch kommen, die nicht passen. Das drüsige Springkraut, das sich unkontrolliert vermehrt und alle anderen Pflanzen verdrängt, lässt die Kinder nicht durch. Ist teilweise größer als sie selbst.

Die Auswirkungen vom Borkenkäfer sind unübersehbar. Ganze Bereiche mussten geschlägert werden, weil die Fichte aufgrund der Trockenheit zu anfällig geworden ist. Somit muss der in unserer Höhe nicht heimische Baum gefällt werden, um die Ausbreitung des Käfers zu verhindern. Auch sterben viele junge Bäume aufgrund der Trockenheit ab.

Was das für den Wald bedeutet, werden wir in den nächsten Jahren sehen und ist nur ein Bereich der Auswirkungen des geänderten Klimas. Die Land- und Forstwirtschaft muss weiter Ernteausfälle beklagen, das Grünfütter für die Viehwirtschaft wuchs aufgrund der Hitze und des Wassermangels zu wenig.

Um unseren Kindern weiterhin eine lebenswerte Umwelt und Natur zum Erleben bieten zu können, ist es dringenst an der Zeit, den Klimawandel ernst zu nehmen und entgegenzusteuern!


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