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am 16. März

Behördenzynismus mit bescheidenen Bescheiden

Martin Renoldner - Täglich neue erschütternde Fernsehbilder über Terror und Bürgerkrieg in Afghanistan.

Der Präsident geht nun gar auf die Talibanterroristen zu. Das Gutachten, demzufolge Afghanistan ein „sicherer Drittstaat“ sei, ist überholt und wissenschaftlich fragwürdig. Dem Autor droht die Aberkennung als Gutachter. Und trotzdem werden weiter munter praktisch alle Flüchtlinge aus Afghanistan mit negativen Bescheiden erster Instanz eingedeckt.

„Es gehen ohnehin fast alle in Berufung.“, hörte ich dazu am Tag der offenen Tür bei der Asylbehörde. Die Asylwerbenden hätten sich in Österreich so gut zurechtgefunden und integriert, das würde ihnen sicherlich auch im Herkunftsland gelingen, heißt es in den „Bescheiden“. Sehr bescheiden!

Dieser behördliche Zynismus schreit zum Himmel!

Ein Zynismus nicht nur gegenüber Menschen, die aus Todesgefahr geflüchtet sind und deren Abschiebung für die meisten Armut, Diskriminierung, Terror oder Tod bedeuten würde. Auch ein Schlag ins Gesicht für die tausenden ÖsterreicherInnen, die freiwillig die Integration unterstützen und dazu beitragen, dass diese Menschen Österreich großen Nutzen bringen könnten, indem sie in Mangelberufen  arbeiten, Steuern zahlen und unsere Pensionen sichern. Diese Bemühungen werden geradezu pervers ins Gegenteil verkehrt und fallen den Flüchtlingen nun auf den Kopf. Das ist nicht zu fassen!

Leid tun mir aber auch die Mitarbeitenden in den Asylbehörden, in deren Brust gewiss auch ein Herz schlägt, das sie aber auf politisches Geheiß völlig verschließen und gefühllos agieren müssen. Mögen auch sie seelisch nicht daran zugrunde gehen, dass sie reihenweise Menschen ins Verderben schicken.​

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