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am 16. Mai

Afghanistan - Immer eine Reise wert?!

Thomas Peter Karbiner - Genau so klingt es bei manchen Politikverantwortlichen, wenn es darum geht, dass Abschiebungen nach Afghanistan problemlos möglich seien.

Map Afghanistan

Ganz klar – rechtskräftig negativ beschiedene Personen müssen nach Abschluss des Asylverfahrens auch abgeschoben werden können – aber nicht um jeden Preis und unter bekannter Gefahrenlage. Denn das Netzwerk der Taliban beispielsweise, welches oftmals der Grund der Flucht war, ist allgegenwärtig.

Das österreichische Außenministerium warnt dringend vor Reisen mit folgenden Worten: „Im ganzen Land besteht das Risiko von gewalttätigen Auseinandersetzungen, Raketeneinschlägen, Minen, Terroranschlägen und kriminellen Übergriffen einschließlich Entführungen, Vergewaltigungen und bewaffneter Raubüberfälle“. Klingt also doch nicht unbedingt nach dem Wunschziel für den diesjährigen Sommerurlaub, finde ich.

Wem das nicht ausreicht als Beleg, findet in der brandaktuellen Untersuchung von Friederike Stahlmann im Auftrag des Bundesverwaltungsgerichts Wiesbaden die immer wieder diskutierte Fragestellung nach der Sicherheit in Afghanistan wie folgt beantwortet: “Die Gefahr, allein aufgrund der Anwesenheit in Afghanistan einen ernsthaften Schaden hinsichtlich des Lebens oder der körperlichen Unversehrtheit zu erleiden, besteht im gesamten Staatsgebiet.“

Es geht in dieser Frage nicht um eine „Gutmenschendiskussion“, sondern einzig und allein darum, ob es zumutbar ist, Menschen in solche Zustände abzuschieben. In meinen Augen ist dies schlichtweg undenkbar und widerspricht den Menschenrechten und nicht zuletzt der Menschlichkeit.​

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