Bezirkegruene.at
Navigation:
am 16. Mai

Luftenberg nicht länger Umweltschlusslicht

Martin Renoldner - Glyphosat ist in aller Munde

Unkrautspritze

Seit 27 Jahren ist nach dem Bodenschutzgesetz 1991 (§33) die Ausbringung jeglicher Pestizide (Unkrautvernichtungsmittel) auf Asphalt, Pflaster, Beton, Stein oder Kies verboten. In mehreren Anläufen konnten wir erreichen, dass die Gemeinde Luftenberg nunmehr auf die Anwendung des wahrscheinlich Krebs erregenden Unkrautgiftes Glyphosat (Markenname Roundup u.a.) verzichtet. Gemeinsam mit Nachbargemeinden wird ein Gerät zur mechanischen Beseitigung der Unkräuter angeschafft. Ausständig ist nun noch das offizielle Bekenntnis als Glyphosatfreie Gemeinde, wie von der Landesregierung angeregt. Wir werden diesen Antrag im Gemeinderat einbringen.

Das ist ein erster Schritt, solange ein gesetzliches Verbot dieses Umweltgiftes noch ausbleibt. Als nächstes sind Landwirte und Hobbygärtner am Zug. Auch sie haben Kinder und Enkel, denen sie eine gesunde Umwelt hinterlassen wollen.

Glyphosat ist heute im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde – sogar in Bier und Mutter milch, in bis zu 18facher Höhe des erlaubten Grenzwertes für Trinkwasser (Konsument 4/2018).

Alternativen für Wege, Terrassen und Hausgarten:

Der Hersteller Monsanto (inzwischen im Besitz von Bayer) bietet neuerdings ein glyphosatfreies Roundup an. Sein Wirkstoff: Essig, der im Supermarkt zu einem Bruchteil des Preises von Roundup zu bekommen ist. 1:3 mit Wasser verdünnt (bzw. 1:15 bei Essigessenz) und aufgespritzt säuert er allerdings den Boden, was mit Kalkdüngung ausgeglichen werden soll.

Harmloser ist es, im Frühjahr und Herbst Natron auf die Pflanzen zu streuen oder ein Spritzmittel aus einem Esslöffel Natron pro 1 Liter kochendem Wasser herzustellen. Ausgekühlt auf die Pflanzen spritzen, mindestens 10cm Abstand zu Kulturpflanzen einhalten!

Noch einfacher: Begießen der unerwünschten Pflanzen mit kochendem Wasser, energiesparend etwa mit dem Restwasser vom Nudelkochen o.ä.

10 Jahre Abfallwirtschaftsgesetz… und Luftenberg setzt es schon um

Nach 10 Jahren setzt nun endlich auch Luftenberg ab 2019 das Oö Abfallwirtschaftsgesetz 2009 um, übrigens als letzte Gemeinde im Bezirk. Drei Jahre Verhandlungen, Widerstand und Verzögerungen kosteten uns viel Kraft, um zu erreichen, dass nach zahlreichen Mahnungen der Landesregierung nun doch Biomüll flächendeckend gesetzeskonform entsorgt werden wird.

Auch Papier wird künftig ab Haus gesammelt, wodurch der Komfort gesteigert und die Missstände bei den Müllsammelinseln reduziert werden sollen. Hier kam es in letzter Zeit zu sehr gefährlichen und unappetitlichen illegalen Ablagerungen. Bitte melden Sie derartige Beobachtungen (Zeitpunkt, Autokennzeichen,…) beim Gemeindeamt oder der Polizei. Es wurden schon Strafen verhängt. Der Strafrahmen beträgt bis zu €7.500,-.​

Abfallinsel
Abfallinsel
Abfallinsel

Die Gemeinde wird über die geplanten
Umstellungen informieren – lesen Sie die Gemeindezeitung oder
fragen Sie nach – gerne auch bei uns.


Jetzt spenden!