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am 7. Dezember

Kollateralschäden für ein Nulldefizit

Nicole Keplinger-Sitz - Sparen heißt natürlich immer eine Bewertung vorzunehmen.

Menschen mit Behinderung

Einst lebte ein gütiger Heiliger namens Nikolaus im fernen Myra. Er brachte den bedürftigen Kinder Brot, damit sich diese daran stärken konnten, um nicht verhungern zu müssen. Ja, geschätzter Herr Dr. Cocca, sie als Professor für Asset Management wissen genau, was die Kinder von heute brauchen: Sparpläne!

Verzeihen Sie mir meinen Zynismus, aber als Praktikerin, die Eltern von Kindern mit Behinderung bei der Bewältigung ihrer Alltagssorgen unterstützt, kann ich Ihren Applaus für die aktuelle Sparpolitik keineswegs nachvollziehen. Menschen mit Behinderung, vorallem Kinder mit Behinderung dürfen NIEMALS als Kollateralschäden für ein Nulldefizit dienen! Sparen heißt natürlich immer eine Bewertung vorzunehmen. Das, was als weniger wichtig oder wertvoll erachtet wird, wird dann einfach eliminiert.

Leistungen für Menschen mit Behinderung zu streichen, inklusive Jobs zu vernichten, hat nichts mit einer zukunftsgewandten Politik zu tun. "Survival of the fittest" scheint die Doktrine zu sein: Anpassen oder scheitern! Ich ersuche um Verständnis für meinen Unmut, aber die aktuellen Umbrüche sind die gravierensten in meiner jahrelangen Tätigkeit!​

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