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am 18. Juli

Ortstzentrum neu denken

Werner Dedl - Seit Bestehen der Grünen Gemeindegruppe in St. Georgen ist es dieser ein Anliegen, dem Marktplatz neue Impulse zu geben und wieder mehr mit Leben zu füllen.

Panorama St. Georgen Marktplatz

Die Idee war, mit dem vielfach erprobten und erfolgreichen Bürgerbeteiligungs- und Zukunftsinstrument „Agenda21“, die Richtschnur für die weitere Entwicklung der Gemeinde zu legen und nach dieser alle Infrastruktur-Projekte auszurichten.

Mit Agenda21 hätten die St. GeorgenerInnen die mittel- und langfristige Entwicklung unserer Gemeinde maßgeblich mitbestimmen und mitgestalten können. Eine Einigung auf einen Agenda21-Prozess konnte leider nicht erreicht werden.

Zumal Agenda21 für St. Georgen vorerst gestorben ist, hat man sich im Ausschuss für Ortsentwicklung nun zumindest auf ein Dorf- und Stadterneuerungsprojekt (DOSTE) zur Zentrumsbelebung einigen können. Dazu gab es bereits eine Besprechung und kurze Einführung mit einem DOSTE-Projektbegleiter, der aber darauf hingewiesen hat, dass es ratsam gewesen wäre, dem DOSTE-Projekt einen Agenda21-Prozess voranzustellen. Schade, man will hier nicht auf die ExpertInnen hören.

Nachdem unser Marktplatz aber nun mal systematisch mit kurzsichtigen raumplanerischen Fehlentscheidungen zu einer röchelnden Betonwüste verkommen ist, liegt es an uns, das Herz unseres Ortes wieder zum Schlagen zu bringen. Aktuell ist unser Marktplatz hauptsächlich ein Verkehrsknotenpunkt für über 8000 Fahrzeuge täglich, die in den Ballungsraum von Linz und wieder zurückströmen. Wir sehen den Marktplatz als Ort der Begegnung von Menschen und nicht nur als Verkehrsknotenpunkt. Natürlich haben wir uns schon viele Gedanken gemacht, wie ein künftiges Ortszentrum von St. Georgen aussehen könnte.

Wir laden Sie ein, uns auch Ihre Ideen für eine Neugestaltung unseres Ortszentrums mitzuteilen. Gelegenheit dazu wird es bald geben: Im vergangenen Gemeinderat wurde der Beitritt von St. Georgen zum Dorf- und Stadtentwicklungsprogramm des Landes Oberösterreich (DOSTE) beschlossen. Etwas so Entscheidendes wie die Marktplatzgestaltung ist ohne intensive BürgerInnenbeteiligung nicht denkbar. Ein lebendiger Marktplatz kann nur entstehen, wenn viele daran mitarbeiten und ihre Ideen und Bedürfnisse einfließen lassen.
Die Grünen werden diesmal darauf drängen, dass bei der Markplatzgestaltung eine zeitgemäße und professionell begleitete BürgerInnenbeteiligung stattfinden wird. Denken wir unser Ortszentrum völlig neu!

Marktplatz der Möglichkeiten

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Begegnungszone

In den kommenden Monaten wird der Marktplatz von St. Georgen neu geplant. Alle EinwohnerInnen von St. Georgen sind aufgerufen bei dem dazu stattfindenden DOSTE BürgerInnenbeteiligung mitzumachen. In diesem Lageplan haben wir einige unserer Ideen zur Neugestaltung des Marktplatzes eingezeichnet. Wir laden Sie ein, sich ebenfalls Gedanken über den Marktplatz der Zukunft zu machen, und diese Ideen in den Beteiligungsprozess einzubringen.

Der Lageplan soll ihnen dabei helfen ihre Visionen zu verorten.

Haus der Generationen: Dieses bietet ein nichtkommerzielles Zusammenkommen unter einem Dach. Gemeinschaft bekommt einen Ort. Ob Stillgruppe, öffentliches Technologielabor oder Schachnachmittag. Dieses Haus steht allen offen.

Begrünte Plätze, Fassaden, Dächer: Wasser, Pflanzen, Insekten, Vögel…sie sollen mehr Raum im Ortszentrum bekommen.
Große Bäume spenden kühlenden Schatten und laden zum Verweilen ein. Kinder haben die Gelegenheit mit Wasser zu spielen. Der motorisierte Verkehr soll vermindert werden, der ruhende Verkehr vom Marktplatz weichen.
Nicht der autogerechte, sondern der menschengerechte Ortsplatz wird angestrebt. Ein belebter Platz soll entstehen, der auch für die örtliche Wirtschaft ein interessanter Standort ist. Ökologisch und ökonomisch sinnvolle Maßnahmen gehen Hand in Hand.​

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