Bezirkegruene.at
Navigation:
am 12. Dezember 2018

Gescheit oder bled?

Johannes Wahl - Diese Frage stellt sich häufig im Gemeinderat. Es ist ja unsere Aufgabe, über verschiedenste Angelegenheiten zu beraten und durch die abschließende Abstimmung zu entscheiden, was „g´scheit“ oder „bled“ ist.

Die meisten Tagesordnungspunkte werden mit 100% Zustimmung beschlossen. Einige Themen, wie die Abstimmung bezüglich der Bauhof-Kooperation mit Schwertberg, entzweien den Rat stärker. 

Wenn Entscheidungen schwierig zu treffen sind, schreibe ich mir die Pros und Kontras auf und versuche sie abzuwägen. Für mich haben die Pros für weitere Gespräche mit Schwertberg eindeutig überwogen. 

Aber machen Sie sich selbst ein Bild:

Unser Bauhof besteht aus mehreren älteren Garagen hinter dem Gemeindegebäude, in denen es keine Heizung für die kältere Jahreszeit gibt. Weiters eine betonierte Fläche am Riederbach. Neben einer Lagerfläche befinden sich hier der Salzsilo und das Streusplittlager.  In einem circa drei Kilometer entfernten Bauernhof sind Lagerräume angemietet. Hier ist unter anderem auch der Gemeindetraktor eingestellt.


Was Schwertberg Ried angeboten hat:  

Die gemeinsame Errichtung eines neuen Bauhofes in Poneggen, wobei Schwertberg 100% der Kosten übernommen hätte (ca. € 2.000.000,--), zusätzlich € 250.000,-- aus dem Erlös des alten Bauhof- Areals von Schwertberg und die Übernahme der Betriebskosten für den Bauhof. 


Vorteile für Ried: 

Wir brauchen in den nächsten 40 Jahren nicht über einen neuen Bauhof nachdenken. Kostenersparnis nach Abzug einer angenommenen Förderquote von 60% ca. € 900.000,-. Zuzüglich der € 250.000,- ergibt das eine Summe von € 1.150.000,- die eine Kooperation grob geschätzt für Ried bringen könnte. Geld, dass wir zum Beispiel für die Errichtung eines neuen Kindergartens mit Krabbelstube dringend benötigen. 

Der direkte Kontakt der Gemeinde zu den Arbeitern würde weniger werden, wodurch auch Nachteile entstehen könnten. Ein größeres Team an Mitarbeitern mit verschiedenen Fachkenntnissen und eine bessere Ausstattung mit Maschinen würden diesen Umstand jedoch sicherlich wettmachen. 

Stimme aus dem grünen Team:

Josef Trauner: „Es muss doch in der heutigen Zeit möglich sein, dass Diskussionen zugelassen werden.  Gerade bei finanzschwachen Gemeinden wie der unseren. Ich finde es persönlich sehr schade, dass bereits im Vorfeld durch persönliche Kränkungen eine Einflussnahme auf viele Beteiligte stattgefunden hat und so eine echte Diskussion fast nicht mehr möglich war. Und es geht, so sieht es leider aus, wieder in die gleiche Richtung – Wenn einer net mag, dann haben die anderen keine Chance!“

Nachtrag:

Besichtigung Bauhofkooperation Puchenau- Ottensheim

Am 25. Oktober 2018 besichtigten Interessierte aller Parteien aus dem Rieder Gemeinderat den Standort der Bauhofkooperation Ottensheim und Puchenau. Die Zusammenarbeit läuft sehr gut und - für die Gemeindefinanzen ein großer Faktor - ersparen sich die beiden Gemeinden jährlich etwa 70.000 Euro durch die Kooperation, so der Tenor.

Exkursion Bauhof
Jetzt spenden!