Bezirkegruene.at
Navigation:
am 4. Oktober

Eine Zwischenbilanz nach zwei Jahren

Dagmar Engl - Gut Ding braucht Weile!

LWFS von oben
Gut Ding braucht Weile?


Die Landwirtschaftsschule gehört nun uns. Die Schule ist geschlossen und die Verantwortung liegt ab November 2017 bei der Gemeinde und die Kosten laufen. Für die Allgemeinheit und somit für alle KatsdorferInnen. Aber warum beginnen nach mehreren Jahren Vorlaufzeit nun keine Umbauarbeiten - sind wir auf „einem guten Weg“?

Ein Name allein macht noch kein Projektteam aus!


Nach der Wahl 2015 haben wir uns dafür eingesetzt, dass die Nachnutzung in einem Projektteam behandelt wird. Klare Spielregeln und eine klar definierte Rollenverteilung sollten dafür sorgen, dass die Beteiligten gleichberechtigt und auf konstantem Wissensstand an der Nachnutzung arbeiten. Von Anfang an, transparent und gestaltend für alle Verantwortlichen.
Für das Projektteam hat die Mehrheitsfraktion den Bürgermeister zum Projektleiter ernannt. Es gibt selektive Information zu den wenigen Terminen des Projektteams, vieles ausschließlich auf Nachfrage und keine aktive Mitarbeitsmöglichkeit von uns. Ob das nun beabsichtigt ist oder nicht, das wissen wir nicht. Wir können den Zustand nur aufzeigen.

Noch immer fehlt uns der Einblick in Finanzierungsplan, Zeitplan und getätigte Zwischenschritte. Wir können aus heutiger Sicht nur festhalten, dass die ursprünglich gesetzten Meilensteine nicht eingehalten und wir nun – die Schule ist leer und geschlossen – nicht wie ursprünglich geplant, in die Ausschreibungs- und Umbauphase schreiten, sondern auf die Genehmigung der Machbarkeitsstudie warten. Wir sind in die Verhandlungen nicht eingebunden. Einige Informationen sind bei wenigen Terminen und Sitzungen durchgedrungen – manche zwischen Tür und Angel – manche vermutlich auf dem Weg irgendwo verloren gegangen.

Leerstand oder Zwischennutzung


Aufgrund der Projektverzögerung wäre nun ein mehrjähriger Leerstand absehbar. Anstatt „zufälliger Nutzung“ fordern wir ein überfälliges Konzept für die Zwischennutzung!
Eine Diskussion gab es über die Betriebskosten und die erhaltene Auskunft bezüglich tatsächlicher Kosten seitens des Amtes. Die ausgegebene Information an mich hätte nicht gestimmt, unsere zuvor öffentlich geübte Kritik sei falsch. Dazu möchte ich folgende Stellungnahme festhalten: Zwei Jahre sind vergangen und wir laufen den Informationen hinterher. Schriftliche Unterlagen werden an uns nicht ausgehändigt. Wir sind abhängig von Informationen, die wir erhalten. Wir pflegen einen äußerst respekt- und vertrauensvollen Umgang mit unserem Amt. Wenn wir nun eine Auskunft erhalten, dann schenken wir dieser selbstverständlich Glauben, auch wenn diese mündlich erteilt wird. Denn für schriftliche Informationen sind wir – wie es scheint – nicht berechtigt.

Prüfung kostengünstigerer Varianten


Und genau aufgrund dieser Auskünfte bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass die Gesamtinvestitionssumme zu hoch ist und für Katsdorf möglicherweise eine große Belastung darstellen wird. Wir möchten als ebenso Verantwortliche für die Zukunft unserer Gemeinde unsere Sorgen zumindest besprechen, Hintergründe erfahren und Alternativen diskutieren.
Was die Realisierung des neuen Zukunftsprojektes anbelangt, haben wir Grüne bereits nicht nur Pläne für die aktuell zur Diskussion stehende Variante ausgearbeitet, sondern auch Ideen zu Alternativen, sollte ein Teil aufgrund zu hoher Kosten oder geänderter Rahmenbedingungen (zB Diakonie) nicht realisiert werden. Immer unter der Prämisse: ökonomisch, ökologisch, sinnvoll für viele.

In der letzten Gemeinderatssitzung haben wir daher das Thema Projektteam auf die Tagesordnung reklamiert (mit einem dringlichen Antrag). Zu wichtig erscheinen uns das Thema und klare und deutliche Informationen. Man könnte es auch einen letzten Versuch nennen. Das Ringen um einen Arbeitstermin, der über 40 Minuten hinausgeht und die Mitarbeit von ExpertInnen miteinschließt, hat letztendlich Früchte getragen und wird hoffentlich noch im Oktober eine Umsetzung finden.

Wir wünschen uns mehr Mut und mehr gemeinsames Arbeiten. Entscheidungen für einen Ort müssen von allen Beteiligten gemeinsam beschlossen werden! Und wir fordern die Einhaltung beschlossener Maßnahmen innerhalb des Projektteams, oder zumindest die Information darüber, wenn diese nachträglich abgesagt werden.

Wir halten nach zwei Jahren aber auch fest: Wir stellen unsere Verantwortung nur dort zur Verfügung, wo wir in Entscheidungsprozesse eingebunden waren. Soviel Fairness muss sein!

Wir bleiben dran! Für Sie und für mehr Transparenz!
Jetzt spenden!